
| Das Projekt „Árbol de la Esperanza“ |
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Geschichte des ProjektsVon Ecuador liest und hört man in den deutschen Medien sehr wenig. Über das Schicksal von Straßenkindern wird eher aus Brasilien und Kolumbien berichtet. Aber auch in Ecuador gibt es viele Kinder, die aus den verschiedensten Gründen ihre Familien verlassen und alleine auf der Straße leben. Die Hilfsangebote von staatlicher und nichtstaatlicher Seite sind gering.
Ein Jahr lang begleiteten sie die verschiedenen Straßenkinderbanden auf der Straße. Wie sah das aus? In ihrer Freizeit –abends, nachts und an den Wochenenden- waren sie auf der Straße, bauten Vertrauen zu den Straßenkindern auf, waren als Ansprechpartner zugegen und hatten ein offenes Ohr für Probleme, Sorgen und Ängste der Kinder. Finanzielle Mittel, um materielle Bedürfnisse der Kinder zu befriedigen, waren nicht vorhanden. Es war aber auch nicht der Ansatz der Gruppe, die materielle Not der Kinder zu decken. Vielmehr wollte man gemeinsam mit den Kindern Wege suchen, die Lebenssituation der Kinder zu verbessern. So schilderten viele Kinder Probleme mit der Polizei, da die meisten von ihnen sich das Überleben mit Betteln und Stehlen „verdienten“. Sie äußerten den Wunsch, wieder als Schuhputzer arbeiten zu können –eine Tätigkeit, der viele Jungen in Ecuador nachgehen. Dafür benötigten sie jedoch Schuhputzkästen, Cremes, Bürsten und Lappen. Gemeinsam mit den Kindern und einem Schreiner wurden nun Schuhputzkästen gebaut. Die Mitglieder der Gruppe gaben den Kindern von ihren privaten Einkünften einen Kredit, um die notwendigen Utensilien anschaffen zu können. Die Kinder mussten dieses Geld jedoch in Raten zurückzahlen, um zu erfahren und zu lernen, dass sie für sich verantwortlich sind und langfristig planen müssen. |