
| Das Projekt „Árbol de la Esperanza“ |
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Welche Kinder leben im Heim?
Bevor ein Kind den Schritt aus der Familie auf die Straße vollzieht, hat es eine lange Geschichte von Vernachlässigung, Gewalt und Misshandlung, in manchen Fällen auch sexuellem Missbrauch, durchleben müssen. Dies sind Erfahrungen, die alle Jungen im Heim miteinander teilen.
Diese Erfahrungen sind auch ein Grund, weshalb im Árbol de la Esperanza nur Jungen betreut werden. Zwei Versuche, auch Mädchen aufzunehmen, sind gescheitert.
Seit einigen Jahren leben auch Kinder und Jugendliche aus Kolumbien im Árbol de la Esperanza. Immer mehr Menschen und darunter auch Hunderte von Kindern und Jugendlichen fliehen vor dem bewaffneten Konflikt, den Kolumbien schon seit Jahrzehnten durchlebt, und suchen Schutz in Ecuador. Zur Zeit leben 5 kolumbianische Kinder und Jugendliche im Projekt. Einige kamen alleine nach Ecuador und wurden vom UNHCR, dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen, in das Heim Árbol de la Esperanza vermittelt. Andere flohen mit ihren Eltern, die in Ecuador straffällig wurden und zur Zeit in Haft leben. Wie kommen die Kinder ins Heim?In den ersten Jahren des Bestehens gab es eine Gruppe von Menschen, die ehrenamtlich auf der Straße Kinderbanden begleitete. Auf diesem Weg gelangten die Kinder ins Heim, sofern es ihr Wunsch war. In den letzten Jahren existiert ein sehr gutes Netzwerk zwischen allen Institutionen, die Kinder auf der Straße begleiten oder finden wie zum Beispiel die Kinderschutzpolizei oder die Notschlafstelle des Roten Kreuz. Über diese Institutionen kommen die Kinder heute in der Regel in den Árbol de la Esperanza. Was passiert, wenn es einem Kind nicht gefällt?
Viele Jungen hauen in der Anfangszeit, wenn sie neu sind im Árbol de la Esperanza, immer wieder ab und kehren dann selbst am gleichen Abend oder auch nach 1 bis 2 Tagen wieder auf. Schnell spüren sie, dass sie in diesem Projekt wirklich angenommen sind und akzeptiert werden. |